11. Woche

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Mein Wecker klingelt mich früh raus. Ich kann es noch nicht glauben, doch es ist wahr, ich bin in New York. Die Dimensionen sind schier unglaublich. Allein der Central Park, in dem ich gestern relaxt habe, erstreckt sich über 3,3 km2 und bietet mehr als 1 km2 Rasenfläche. Er macht 6% der Gesamtfläche von Manhattan aus und ist mit 25 Millionen Besuchern im Jahr der meistbesuchte Stadtpark der USA.
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Jetzt aber los, ich werde im Wella Weltstudio NYC erwartet. Als Gast, eingeladen ins „The Studio“, wie auch zu dem gerade stattfindenden Vidal Sassoon Seminar, fühle ich mich geehrt und nehme jede Information dankend auf. Mit 650 m2 ist das Wella Studio zwar nicht das größte US-amerikanische Haarstudio, es bietet jedoch außerordentliche Flexibilität. In wenigen Minuten können 1 bis 6 Räume entstehen. Raum ist in New York längst Mangelware, erst recht in einer so bemerkenswerten Lage wie hier im Rockefeller Center.
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Mittags habe ich ein Interview mit Christina Falcone (der Studiomanagerin), nachmittags eine sehr interessante Unterhaltung mit John Guest (dem Senior Creative Director von Vidal Sassoon) und abends mache ich die 8 Millionen Metropole mit Karina Meyer (sie leitet den Weiterbildungssektor), unsicher. Über den Dächern von New York ein oder zwei Cocktails schlürfen und dabei den Sonnenuntergang genießen - kann es etwas Schöneres geben?
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Die weitere Woche ist nur so gespickt mit Höhepunkten. Ich schreite persönlich durch die City Hall, gehe die Wall Street hinauf, schlendere über die Brooklyn Bridge und besichtige Ground Zero.
Abends mache ich mich auf den Weg zum JFK Flughafen, um meinen Vater abzuholen. Er besucht mich für 10 Tage. Gemeinsam geht es weiter, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Wir flanieren über den Times Square, durch Chinatown und Little Italy. In der St. Patrick’s Cathedral lauschen wir dem Chor und von der Freiheitsstatue blicken wir auf New Jersey und New York herab.
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Den besten Überblick über Manhattan verschaffen wir uns auf dem Empire State Building. Der Lift fährt in weniger als 1 Minute von der Lobby bis auf das 320 m hoch gelegene Observations-Deck im 86. Stock. Von hier aus gelangt man in die mit 373 m höchst gelegene Aussichtsebene im 102.Stock. Das Empire State Building ist mit seinen 103 Stockwerken und 443 m (wieder) das höchste Bauwerk der Stadt. Es ist mit jährlich 3,5 Millionen Besuchern das meistfrequentierte Gebäude der vereinigten Staaten.
Des Weiteren sind wir ins German House geladen, dem Sitz meiner Stipendiatengesellschaft CDS. Auf faktisch „deutschem Hoheitsgebiet“ bekommen wir zu Mittag von einem österreichischen Koch ein Wiener Schnitzel zubereitet, mit Kartoffelsalat und echtem Bier, wer hätte das gedacht?
Zurück auf amerikanischem Boden, gehe ich wieder meiner „Berufung“ nach und besuche weitere Haartempel. Neben den 8-stöckigen Bumble and Bumble Komplex und dem Firmensitz von Redken in der 5th Avenue sehe ich mir zahlreiche Salons an. Meinen Kontakt zu den besten Stylisten vertiefe ich zudem durch persönliche Interviews. Neben Nick Arrojo, dem wohl besten Topakteur von Wella, treffe ich Daniel Marrone, Topstylist auf New York Fashion Shows und Manager des einzig wahren Paul Mitchell Salons in New York. Beide haben interessante Ausbildungssysteme, obwohl diese kaum eins zu eins in Europa umzusetzen sind.
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Die Fülle an Eindrücken ist unglaublich. Nicht nur deshalb fühle ich mich sehr wohl in der Stadt. Im Vergleich zu London empfinde ich das hektische Treiben sogar als beruhigend. Ich könnte mir durchaus vorstellen, hier zu arbeiten. Doch für immer hier leben möchte ich dann auch wieder nicht.
Abends treffe ich mich wieder mit meinem Vater. In einem exquisiten Lokal lassen wir den Tag hinter uns, bevor die Nacht Einzug hält. Die Abende gestalten sich, wie die restliche Zeit, äußerst kurzweilig, wobei diverse Shows wie die Blue Man Group oder Stomp ihren Teil dazu beitragen.
Ein absolutes Nacht-Highlight ist der Red Rock West Saloon. Wer den Film „Coyote Ugly“ gesehen hat, weiß in etwa, was auf die Besucher zukommt. Wenn ich Euch sage, dass dort der Tresen brennt, dann ist das buchstäblich zu nehmen! Feuerspuckende, knapp bekleidete Bardamen bedienen hier auf ihre Art. Vielleicht nicht der beste Ort für Sakko und Krawatte, aber ein definitives Muss für jeden Nachtfalken.
Der letzte Tag der Woche geht mit einem weiteren Höhepunkt zu Ende: Wir lassen New York hinter uns, um, wieder in Cleveland gelandet, zur Serverance Hall zu eilen. Dort wohne ich meinem ersten und zugleich einem der weltweit besten Orchester bei, dem Cleveland Orchester. Anschließend werde ich Backstage geladen und habe die Ehre, den Leiter des Orchesters einmal mehr persönlich zu treffen. Wir hatten uns zuletzt in Wien gesehen. Damals durfte ich mich seiner Haarpracht annehmen.

 





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