5. Woche

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Das jährlich größte Firmenfest findet statt: Die gesamte Belegschaft ist in ein Top-Hotel zum Schlemmen und Feiern eingeladen. Man schmeißt sich in die beste Robe und besticht durch eine möglichst individuelle Maske. Ich selbst habe mich für das Phantom der Oper entschieden, nicht unbedingt die originellste Variante, aber durchaus akzeptabel.
Der Abend wird von zahlreichen Awards, Preisverleihungen, begleitet, die verdienten Mitarbeitern zukommen. Über beste Kleidung, freundlichstes Auftreten, erfolgreichste Stylisten und Vielem mehr bis hin zu dem „Above and Beyond Award“. Dieser Preis bzw. diese Auszeichnung gebührt den Personen, die am Weitesten über ihr Aufgabengebiet hinaus für den Kunden oder einen Mitmenschen da waren. Eine äußerst motivierende Idee, die zum Nachahmen einlädt. Ein Jahr lang wird jede Woche aus jedem Salon mindestens eine Tat bzw. eine Person für den „Above and Beyond Award“ vorgeschlagen. Das ist nicht nur die Regel, sondern sogar Pflicht. Mir hat diese Idee so gut gefallen, dass ich selbst eine (Personen-)Empfehlung verfasst hatte.
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Immerhin hat man mich bei meiner Anreise auch außerordentlich unterstützt. Schließlich durfte ich sogar die Laudatio des Haupt-Awards halten, denn die Person meiner Nominierung hatte gewonnen. Bei dieser Gelegenheit bedankte ich mich zudem für die herzliche Aufnahme ins Unternehmen.
Meine üblichen Meetings und Seminare gestalten den Rest der Woche sehr kurzweilig.
Am Samstag findet dann noch ein weiteres, amerikanisches Highlight statt. Der St. Patricks Day! Wenn auch kein arbeitsfreier Tag - davon gibt es in Amerika ohnehin nur verschwindend wenige - so habe ich selten einen so gefeierten Tag erlebt. Für all die Glücklichen, die nicht arbeiten müssen - da war ich auch mal so frei -, beginnt das Fest der Feste bereits am Vormittag. Egal, wo man hingeht, alles ist grün, bunt und verrückt. Es wird getrunken, was da ist oder sowieso weg muss. Ich hab mich auf jeden Fall 10 Stunden in das Getümmel gestürzt. Nach zahlreichen grünen Getränken, eine genaue Anzahl kann ich bei bestem Willen nicht mehr benennen, ließ ich die Woche gemütlich zu Hause ausklingen.
Unglaublich, aber ¼ meiner Zeit in Amerika ist schon vorüber. Da heißt es Gas geben, um noch alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen hab. Doch noch lieg ich ziemlich gut im Soll.

 





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