2. Woche

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Das erste Wochenende habe ich schon mal sehr amerikanisch verbracht: mit Bier (wenn auch keinem richtigem) und Chips vor einem riesigem Dolby Surround Fernseher. Am Morgen geht es meist zuerst ins Büro und den Nachmittag verbring ich im Hauptsalon der Firma John Robert’s Spa. Das Unternehmen gibt es seit 14 Jahren. Es gehört bereits zu den 20 besten Amerikas! Mittwoch ist immer das Meeting der Unternehmensleitung/Geschäftsführung und des Artistic-Teams zu dem ich von Beginn an gehöre. Des Weiterem sehe ich mir deren Ausbildungssystem an und helfe hier und dort mit aus. Eine Kollegin bittet mich um Stylingtipps für eine ihrer Kundinnen mit ziemlich schwierigem, krausem Haar, worauf ich diese gleich selbst föne und style. Das Ergebnis wird sehr gut geheißen. Ich bekomme mein erstes Trinkgeld, 20 US-Dollar - wow. Das ist selbst für amerikanische Verhältnisse viel, erhält man doch sonst immer bis zu 20%. Und ich meine auch Prozent! Ganz unabhängig von der Summe. Wenn also jemand 1000 US-Doller für eine Haarverlängerung zahlt, ist es ganz normal und selbstverständlich, dass noch 200 US-Dollar Trinkgeld dazugegeben werden. Davon können wir in Europa nur träumen.
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Abends lädt mich meine Chefin auf einen Drink ein und wir besprechen unsere Zusammenarbeit. Ich habe mir in kürzester Zeit einen ziemlich hohen Stellenwert arbeitet; auch im Büro sind alle sehr offen und kooperativ. Es gibt keine Betriebsgeheimnisse vor mir, ganz egal, welche Daten oder Zahlen ich wissen will. Mir wird alles erklärt und oder gezeigt.
Privat kann ich mich auch nicht beschweren, bin ich doch schon fürs Wochenende ins Stadtzentrum/in die Innenstadt nach „downtown“ eingeladen worden. Dort angekommen, musste ich nach einem lustigen Abend feststellen, dass alle Kneipen schon um 2 Uhr schließen - und das in dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Shoppen kann man rund um die Uhr, aber richtig lang feiern ist nicht drin. Dennoch war der Abend sehr nett, nur halt „a bissl“ kurz. Lustig ist ja, dass Du hier für alles 21 Jahre alt sein musst, was natürlich viele, die ausgehen nicht sind. Aber mit „faked IDs“ (gefälschte Ausweise gehören hier wohl zur Grundausstattung) geht dann doch einiges. Interessant war für mich auch, dass in jedem Club ein echter Police officer rumläuft. Der passt dann auf, dass niemand betrunken in der Gegend rum liegt, was eine von unserer Gruppe jedoch tat. Ich hatte dennoch eine sehr informative Unterhaltung mit dem Polizisten. Erstes Mal in Cleveland downtown, erster Club, erster Polizeikontakt, yes, alles wie immer, alles im Soll. Hätte sie niemand heimgebracht - es ist hier Pflicht, dass sie in Begleitung heimgebracht werden muss - dann hätte man sie ins Gefängnis gesperrt, bis Montag früh. Das wäre jedoch nicht so gut gewesen, denn sie hatte auch nur eine faked ID. So gesehen, war es ein lustiges Wochenende und eine informative Woche.
 

 





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